paedagogisches Konzept Kinderkrippe

Das Wichtelreich

Das Wichtelreich öffnete im Januar 2011 nach einer langen Planungsphase seine Türen. Provisorisch wurde der Eurythmiesaal zu einer Kleinkindgruppe umfunktioniert, bis im Januar 2013 der neue Anbau bezogen werden konnte. In unserem Gruppenraum findet sich eine Kuschelecke, ein Essbereich, ein Kletter- und Rutschbereich. Daneben gibt es einen Ruheraum, in dem für jedes Kind ein Bettchen bereit steht. Der Wickelbereich hat seinen seperaten Platz im nahen Badezimmer. Die Zubereitung des Frühstücks und des Mittagessens findet in der angrenzenden Küche statt.

Und so gliedert sich unser Tagesablauf


Von 7:00 bis 8:30 Uhr werden die Kinder von den Eltern in den Kindergarten gebracht. Bis alle Kinder angekommen sind, spielen die Kinder. Dann wird die Aufräumzeit mit einem Lied eingeläutet. Im Anschluß daran beginnt der Morgenkreis, der mit Fingerspielen und Liedern der Jahreszeit entsprechend bestückt ist. Zum Abschluß bekommt jedes Kind, von einem Vers begleitet, ein Öltröpfchen in die Hand, das auch gemeinsam verrieben wird.

Da die Kinder noch sehr klein sind und oft noch viel Hilfestellung beim Essen brauchen, findet das Frühstück nur mit einem oder zwei Kindern statt. Die restlichen Kinder spielen. Nachdem alle Kinder gegessen haben, findet der pflegerische Teil seinen festen Platz im Tagesablauf. Jedes Kind wird einzeln gewickelt und bekommt hier viel Zuwendung und ungeteilteilte Aufmerksamkeit, die mit viel Zeit verbunden ist. Im Freispiel der Kinder nimmt sich der Erwachsene so viel wie möglich zurück und lässt die Kinder völlig frei spielen. Um so mehr Zeit verbringt man dann intensiv beim Wickeln. Danach, um ca. 11:00 Uhr, nehmen wir dann mit den Kindern das Mittagessen, das jeden Tag frisch im Haus von unserer Küchenfee zubereitet wird, ein.

Nach dem Mittagsessen halten die Kinder einen Mittagsschlaf in ihren Bettchen. Wenn die Kinder dann ausgeschlafen haben, bekommen sie noch eine kleine Vesper und spielen dann, bis sie am Nachmittag abgeholt werden.

Die vier Grundpfeiler des Waldorfkindergartens finden sich auch in unsere Gruppe wieder:

Rhythmus und Wiederholung

Unsere Fingerspiele und Lieder, die wir täglich mit den Kindern sprechen und singen, wiederholen sich immer im 4-6 Wochen Rhythmus. Es ist jeden Tag der selbe Vers, ca. 4-6 Wochen lang , dann endet die Epoche und eine neue Epoche beginnt. Diese ständigen Wiederholungen und der feste Rhythmus geben den Kindern Sicherheit.
Auch in der Zubereitung des Frühstücks finden sich die Widerholungen wieder so gibt es jeden Montag dasselbe, jeden Dienstag …
 
In unserer Gruppe besteht das Frühstück aus verschiedenen Breisorten
so gibt es montags Milchreis, dienstags Dinkelbrei, Hirsebrei, Müsli,...

Der Jahreslauf, den wir mit den Kindern durchleben, ist auch rythmisch geglidert. Wir feiern die christlichen Jahresfeste mit den Kinder durch Symbole.
So wird z.B. zu Ostern mit den Kindern das Ostergras gesät. Außerdem feiern wir Erntedank, St. Michael, St. Martin, Nikolaus, Weihnachten, Hl. Drei Könige, Fasching, Ostern und Pfingsten.
Ebenso ist unser Tagesablauf, rythmisch gegliedert und jeden Tag gleich.

Vorbild und Nachahmung

Kinder in diesem Alter lernen viel durch das Vorbild des Erwachsenen und auch durch andere Kinder. D.h. Wir sind als Kindergärtnerinnen den Kindern ein gutes Vorbild, durch unser Verhalten und unser Tun. Die Kinder lernen laufen, lernen selbst ständig zu essen und lernen zu sprechen.
Durch unser natürliches und freilassendes Spielmaterial, das den Kindern zur Verfügung steht, bieten wir ihnen die Möglichkeit, sich ihrem Entwicklungsstand gemäß weiter zu entwickeln. Die Kinder können sich die Spielmaterialien suchen, die sie ansprechen. So braucht ein Kind, das gerade beginnt sich aufzurichten, Möglichkeiten, sich hochziehen zu können. In einer späten Phase bilden Kinder ihr Gleichgewicht aus und brauchen so viel Möglichkeiten, um hinaufzuklettern oder Dinge aufeinander zu stapeln.
So beeinhaltet unser Spielmaterialienschatz Kastanien, Steine, Bauklötze, eine Puppenecke mit Töpfen zum Kochen und selbst hergestellte Spielmaterialien wie gehäkelte Schneckenbänder, gestrickte Tücher und Tiere sowie selbstgemachte Puppenkinder.


Die Eingewöhnzeit der Kinder gestalten sich in Begleitung der Eltern ganz individuell.
Großen Wert legen wir auf die Mithilfe in den verschiedenen Kreisen, z.B. im Gartenkreis, Festekreis, Öffentlichkeitsarbeit etc.