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Pressemitteilungen

Bratapfelfest 2013

Genau zum richtigen Zeitpunkt hatte der Waldorfkindergarten am 23. November 2013 zum Bratapfelfest eingeladen. Das kalte Wetter machte Appetit auf die Köstlichkeiten aus dem Rohr. Kinder, Eltern und Großeltern mit Freunden und Bekannten drängten sich in die Villa am Motherwellpark. Viele Ehemalige, aber auch an einem Krippen- oder Kindergartenplatz Interessierte und weitere Besucherinnen und Besucher kamen, um zu schauen, zu spielen, sich zu informieren und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Nahezu alle Kindergarteneltern und Erzieherinnen waren zeitweise im Einsatz. Sie bewirteten die zahlreichen Gäste, verkauften handgemachte Unikate am Basar, boten Informationen rund um den Kindergarten und sorgten mit Puppenspiel, Edelsteinsuchen und Bastelaktionen für gute Unterhaltung. Auch die Tombola, die viele Spenderinnen und Spender der Stadt Schweinfurt mit Preisen unterstützt hatten, war ein voller Erfolg. Das Feuer im Garten wärmte nicht nur den Apfelpunsch, sondern lud ein zum Verweilen und Innehalten.

Der Erlös des Festes wird für dringende Anschaffungen und besondere Projekte des Kindergartens verwendet. Wir bedanken und bei allen Helferinnen und Helfern und bei unseren Gästen für diesen schönen gemeinsamen Tag.

09. März 2013: Krippe im Waldorfkindergarten feierlich eröffnet

Die neu gebaute Kinderkrippe im Waldorfkindergarten für zwölf Kinder ab einem Jahr wurde am Samstag feierlich eröffnet. Oberbürgermeister Remelé hob in seinem Grußwort die gelungene architektonische Einbindung in den Motherwellpark hervor. Der Entwurf in Form eines Schiffs stammt vom Schweinfurter Architekturbüro Jürgen Unser. Ausdrücklich lobte der OB das hohe Engagement der Elternschaft im Waldorfkindergarten. Die liebevoll gestaltete Inneneinrichtung aus massivem Eichenholz aus dem Steigerwald greift organische Formen auf und gibt den Kindern eine schützende Hülle voller Geborgenheit. Beim anschließenden Frühlingsfest nahmen viele Interessierte die Gelegenheit wahr, sich über die Vorzüge der Waldorfpädagogik zu informieren. Das Kind in Ehrfurcht empfangen, in Liebe erziehen, in Freiheit entlassen, zitierte die Kindergartenleiterin Hannelore Kreser-Sendelbach den Begründer der Anthroposophie Rudolf Steiner. Segenswünsche übermittelte der Vorsitzende der Anthroposophischen Gesellschaft, Zweig Schweinfurt Bernd Händler. Robert Godau vom Vorstand des Trägervereins dankte allen, die zum Gelingen dieses besonderen Baus beitrugen, insbesondere seiner Vorstandskollegin Patricia Seyffert für die Bauleitung. Die Baumaßnahme wurde vom Freistaat Bayern und der Stadt Schweinfurt im Rahmen des Kinderbetreuungsgesetzes in erheblichem Maße gefördert.

Oktober 2012: Freie Plätze in der Kinderkrippe
Der Waldorfkindergarten Schweinfurt bietet ab Januar Plätze in seiner neuen Kinderkrippe an. Das Gebäude in Form eines Schiffsrumpfes liegt neben dem Kino "Filmwelt" etwas zurückversetzt im Motherwell Park und ist an den bestehenden Waldorfkindergarten angebaut, der sich in einer wunderschönen gelben Stadtvilla aus dem Jahr 1928 befindet. 

Das pädagogische Konzept basiert auf der Menschenkunde Rudolf Steiners und orientiert sich an den Entwicklungsstufen des Kindes. Die Gruppenräume sind mit ansprechendem natürlichem Spielmaterial ausgestattet. Parkettböden aus Eichenholz, die liebevoll gestaltete Holzvertäfelung an den Wänden und die in organischen Bogen geschwungene Vollholzmöblierung sorgen für eine sehr behagliche Atmosphäre, in der sich die Kinder geborgen fühlen. Mahlzeiten in Bioqualität werden mehrmals täglich frisch zubereitet. Der urwüchsige Garten mit altem Baumbestand lädt zum Klettern und Balancieren ein und der angrenzende Park mit Spielplatz wird regelmäßig für ausgiebige Spaziergänge und im Winter zum Schlittenfahren genutzt. 

Vor der Fertigstellung der Kinderkrippe im Januar 2013 besteht schon jetzt die Möglichkeit, Kinder von 1 bis 3 Jahren in eine bestehende Kleinkindgruppe aufzunehmen. 

Kontakt: Waldorfkindergarten Schweinfurt, Philosophengang 4 ½, Tel. (0 97 21) 18 66 81, geöffnet Mo-Do 7:00-17:00, Fr 7:00-16:00, weitere Infos und viele Bilder unter www.waldorfkindergarten-schweinfurt.de

...und mehr:

Bericht einer Mutter aus der Gründungszeit:

Warum ausgerechnet Waldorfkindergarten

(von Ute Thein, ursprünglicher Text leicht gekürzt)

Man könnte es ja viel einfacher, bequemer haben. Die Fahrerei, noch ein Auto anschaffen - Wahnsinn. Und dennoch: Der Waldorfkindergarten ist für uns nach wie vor so wichtig, dass wir es nicht bereuen, diese Strapazen auf uns zu nehmen.

Ich hatte mich mit der Waldorfpädagogik schon einige Jahre beschäftigt. Meinem Mann und mir wurde klar: Unsere Kinder sollen einen Waldorfkindergarten besuchen.

Ich merkte, wie wichtig es ist, mit den Kindern den Tagesablauf rhythmisch zu leben, z.B. Mahlzeiten zu festen Zeiten einzunehmen. Wie das Ordnung und auch Sicherheit gibt. Auch für mich perönlich war das ganz wichtig.

Ein weiterer Punkt war die Wahl des Spielmaterials. Tücher, Holzklötze, Rinden, Tannenzapfen, ein paar Stehpüppchen, gestrickte Tiere. Damit lässt sich das schönste Tischpuppentheater aufbauen. Oder zwei Spielständer und ein paar große Tücher - so ist schnell ein Haus gebaut, in dem es sich wunderbar wohnen lässt.

Vorbild und Nachahmung - ein weiteres Stichwort im 1. Jahrsiebt. Ich merkte ganz deutlich an meinen Kindern, wie ich in meinen Tätigkeiten bis in die kleinste Handbewegung nachgeahmt wurde. Wenn man seine Kinder beobachtet, dann sieht man sich oft wie in einem Spiegel.

Auf diese Art fand ich automatisch zur Selbsterziehung. Ich achtete viel genauer als sonst darauf, was ich sagte, und wie und was ich tat: Stimmte das überhaupt überein? Die Kinder achten in jedem Falle darauf. In den Augen des Kindes ist man nicht das, was man sagt, sondern das, was man tut.

Der rege Austausch zwischen Erzieherin und Elternhaus ist auch ein äußerst wichtiger Punkt, um das Kind besser in seinem jeweiligen Entwicklungsschritt begleiten zu können. Hierzu dienen die Elternabende und auch die Hausbesuche, die die Erzieherin je nach Bedarf leistet. Das individuelle Gespräch ist für mich jedes Mal sehr hilfreich. Oftmals bewirkt es schon eine positive Veränderung, ohne dass in irgendeiner Weise mit dem Kinde darüber gesprochen wurde.

Ich muss sagen, ich bin sehr glücklich darüber, dass wir unseren Kindern die Chance geben konnten, den Waldorfkindergarten zu besuchen.